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69. Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Bozen

Vom 23. bis 26. Oktober 2025 fand der 69. Kongress der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) in Bozen statt. Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter autochthoner nationaler Minderheiten, Nationalitäten und Sprachgemeinschaften aus über 30 europäischen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil, um über die Zukunft der Minderheiten in Europa zu diskutieren.

Während des Kongresses unterzeichneten die Vertreter der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und der FUEN eine gemeinsame Erklärung. Darin forderten sie entschiedene Maßnahmen gegen das sogenannte Geoblocking, das Minderheiten in Europa den Zugang zu kulturellen und sprachlichen Inhalten erschwert (Lese mehr: Nein zum Geoblocking).

Am Kongress in Bozen nahmen Vertreter der deutschen Minderheit in Polen teil, darunter Joanna Hassa – VdG-Geschäftsführerin, Paulina Widera – Vorsitzende des BJDM sowie Bernard Gaida – Bevollmächtigter des VdG für internationale Zusammenarbeit in Polen und AGDM Sprecher.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand auch die Wahl der neuen FUEN-Führung. Olivia Schubert, die stellvertretende Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und bisherige Vizepräsidentin der FUEN, wurde zur Nachfolgerin von Loránt Vincze gewählt, der nach neun Jahren gemäß Satzung nicht mehr antreten durfte.

Für Bernard Gaida war der Kongress zugleich ein Moment des Abschieds. In seiner Abschlussrede sagte er:

In diesem Jahr endet mein neuntes Jahr im Dienst als Sprecher der FUEN-Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten. Diesen Dienst durfte ich in den letzten drei Jahren zugleich als FUEN-Vizepräsident ausüben (…) In den vergangenen neun Jahren sind wir einen weiten Weg gegangen – von einer eher losen Arbeitsgruppe hin zu einer strukturierten, koordinierten und dauerhaft repräsentierten Arbeitsgemeinschaft. Es war keine einfache Zeit, weder in vielen der Heimatländer der Angehörigen der deutschen Minderheiten noch in unserem Mutterland Deutschland. Im Bundestag hat ein großer Generationswechsel stattgefunden; drei Regierungen und drei Bundeskanzler haben sich abgewechselt. Ich habe alles getan, um in jeder Phase gute Kontakte zu unseren Gunsten zu gestalten, und ich habe so eng wie möglich mit allen Bundesbeauftragten für nationale Minderheiten zusammengearbeitet.

Er hob zudem die Bedeutung der autochthonen nationalen Minderheiten in Europa als Brückenbauer zwischen ihren Heimatländern und Deutschland hervor. Laut Gaida ist dies ein wichtiger Faktor für den Erhalt von Sprache und Kultur, selbst in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Hinzu kommt die Jugend, die Bernard Gaida als Schlüsselelement bezeichnete. Dank ihrer Aktivitäten und ihres Engagements wird die Zukunft der Minderheitengemeinschaften gestaltet. Wichtig ist auch, das Erbe der Minderheiten kontinuierlich sichtbar zu machen. Die Bewahrung dieses Erbes ist für die Identität dieser Gemeinschaften von grundlegender Bedeutung.

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